Das
sind
WIR!
Unsere Haltung – Haltung zeigen!
Unsere Arbeit hat sich in den letzten Jahrzehnten verändert – und sie musste sich verändern. Die gesellschaftlichen Krisen haben zugenommen, und ihre Auswirkungen sind längst in den Kiezen spürbar. Ob steigende Mieten, soziale Ungleichheit, Verdrängung oder die wachsende Zahl von Menschen, die auf der Straße leben, das Erstarken menschenfeindlicher Gesinnung und die Gefährdung unserer Demokratie – wir sehen es in unserem direkten Umfeld. Und mit diesen Veränderungen ist unsere Arbeit notwendigerweise politischer geworden.
Wir begleiten nicht nur Prozesse oder bleiben im Hintergrund. Als Gemeinwesenarbeiter*innen mit einem menschenrechtsbasierten Ansatz nehmen wir eine aktive Rolle ein, wenn es darum geht, gesellschaftliche Veränderungen anzustoßen.
Wir schaffen Strukturen, in denen sich Menschen engagieren können, halten Räume offen, in denen Mitgestaltung möglich ist – aber wir mischen uns auch ein, wo es nötig ist. Das ist für uns keine Frage der Neutralität, sondern der Haltung.Es geht um Glaubwürdigkeit: Wer sich für eine inklusive, demokratische Gesellschaft einsetzt, darf nicht nur beobachten – sondern muss mitgestalten. Deshalb sind wir nicht nur Berater*innen oder Moderator*innen, sondern auch Teil von Bündnissen und sozialen Bewegungen. Zum Beispiel, wenn es um bezahlbaren Wohnraum, Obdachlosigkeit oder Barrierefreiheit geht. Themen, die oft aus politischen Debatten ausgeblendet werden, weil sie nicht jede*n betreffen – aber sie betreffen immer jemanden. Wir bringen diese Perspektiven ein, zeigen Zusammenhänge auf und setzen uns dafür ein, dass niemand vergessen wird.
Politisches Engagement und soziale Räume gehören zusammen
So politisch unsere Arbeit in den letzten Jahren geworden ist, so wichtig ist es auch, niedrigschwellige Orte der Begegnung zu erhalten. Gerade in Krisenzeiten braucht es Räume, die für alle zugänglich sind – unabhängig von sozialer Herkunft oder Lebenslage – Orte, an denen Menschen einfach zusammenkommen, ins Gespräch kommen oder einfach nur nebeneinander existieren können.
Denn Dialog ist eine Grundlage für ein solidarisches Miteinander. Aber er ist auch die Basis für ein gesundes, nachbarschaftliches Nebeneinander. Wir müssen nicht immer alles zusammen machen – aber wir können lernen, respektvoll nebeneinander zu leben.
In einer Nachbarschaft, in der sich Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen zwangsläufig begegnen, braucht es Räume, die das ermöglichen: Begegnung ohne Druck, Austausch ohne Zwang. Solche Räume sind unser beliebter Kiezflohmarkt, die Kiezkaffeetafel oder der Gemeinderundgang im Kiez im Rahmen der Begegnungstage rund um Glaube(n) in der Nachbarschaft.
Unsere Aufgabe ist es, beides zu ermöglichen: gesellschaftlichen Wandel voranzutreiben und gleichzeitig Räume zu schaffen, in denen dieser Wandel sich entfalten kann.
Selbstwirksamkeit und politische
Partizipation stärken
Ein weiteres Ziel unserer Arbeit ist es, Menschen in ihrer Selbstwirksamkeit zu unterstützen. Es geht darum, Räume zu schaffen, in denen sie ihre Anliegen formulieren und sich aktiv in politische Prozesse einbringen können.
Ein Beispiel ist die „Union für Obdachlosenrechte“ (UfO), die aus der direkten Zusammenarbeit mit obdachlosen Menschen entstanden ist. Diese Initiative konnte erstmals politische Aufmerksamkeit für die spezifischen Bedarfe und Rechte obdachloser Menschen generieren und in Dialog mit politischen Entscheidungsträger*innen treten.
Verändern heißt auch Verantwortung
übernehmen
Unsere Arbeit ist geprägt von dem Wissen, dass gesellschaftliche Strukturen nicht von allein gerechter werden. Sie müssen aktiv verändert werden. Deshalb sind wir nicht nur „Vermittlerinnen“, sondern manchmal auch Anwältinnen für diejenigen, die in politischen Prozessen oft übergangen werden.
Wir verstehen uns als Brücke – nicht als „Aber“, sondern als „Auch“. Als diejenigen, die darauf hinweisen, was fehlt, wer nicht mitgedacht wurde, wo es Lücken gibt. Weil eine wirklich so:lidarische Gesellschaft nur entstehen kann, wenn alle mitgestalten können.